Andrew Grey’s German Interview

April 8, 2015

Ich bedanke mich herzlich bei Andrew, der sich bereit erklärt hat, an diesem Interview teilzunehmen und euch Lesern Frage und Antwort zu stehen. Auch ein großes Dankeschön an euch Leser, denn ohne euch wäre dieses wunderbare Interview nicht zustande gekommen.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich sehe mich gerne als einen fröhlichen Mann, der sein Leben genießt, aber manchmal befürchte ich, dass ich doch ernster und vorsichtiger bin, als ich sein sollte.

Was hat dich dazu gebracht, M/M Romanzen zu schreiben?

Ich begann vor ein paar Jahren damit, sie zu lesen, als ich versuchte, abzunehmen und fitter zu werden. Was eignet sich besser, um die Zeit auf dem Laufband zu überbrücken, als währenddessen etwas Heißes zu lesen? Nach einiger Zeit entschied ich, mich selbst an einer Geschichte zu versuchen. Nachdem konnte ich nicht mehr damit aufhören.

Findest du neben dem Schreiben noch Zeit, um zu lesen?

Ich liebe es zu lesen, aber leider klappt es nicht so oft wie ich möchte. Es gibt so viele Dinge zu tun, dass solche Lesemomente eher selten sind.

Ich hoffe, die Frage ist nicht zu privat, wenn ja, musst du natürlich nicht darauf antworten: Wie vereinst du deine Liebe zum Schreiben mit deinem Real Life (Familie, Freunden, dem Partner etc.), ohne dass einer dabei zu kurz kommt?

Manchmal ist es nicht leicht. Dominic ist sehr verständnisvoll und unterstützend. Der Rest meiner Familie versucht Verständnis dafür zu haben, aber für sie ist es schwieriger.

Schreibst du an mehreren Büchern gleichzeitig oder konzentrierst du dich lieber nur auf eines? Planst du eine Serie im Vorhinein oder ‘passiert’ sie einfach?

Ich arbeite immer nur an einem Buch, denn so scheint es am besten für mich zu klappen. Ich habe auch versucht, an mehr als einem gleichzeitig zu arbeiten, aber das hat nicht funktioniert. Die Ideen vermischen sich in meinem Kopf und Charaktere springen von einer Geschichte zur anderen.

 Woher nimmst du deine Ideen? Was inspiriert dich? Fließen private Erlebnisse oder Menschen, die du getroffen hast, in deine Geschichten mit ein?

Mich inspiriert das Leben und ich bin ständig auf der Suche nach neuen Ideen für meine nächste Geschichte. Ich werde von Kunstwerken, Zeitungsberichten und Menschen, die ich getroffen habe, inspiriert. Die Welt ist voller Geschichten.

Hast du bestimmte Rituale, wenn du dich an eine Geschichte setzt?

Kein anderes, als dass ich jeden Tag mit einer Diät Cola beginne.

Legst du dir schon einen Plot (mit vorgegebenen Situationen) zurecht bzw. weißt du schon zu Beginn wie deine Protagonisten gestrickt sind, oder agierst du während des Schreibens spontan?

Ich neige dazu, mit einer fixen Idee zu starten, und schreibe dann die Geschichte. Ich plane sie nicht, ebenso wenig die Buchserien. Beides entsteht erst, wenn ich daran arbeite.

Wachsen dir manche Protagonisten mehr ans Herz als andere? Wenn ja, welche magst du am liebsten?

Natürlich. Manche Charaktere schleichen sich in mein Herz und bleiben dort. Geoff und Eli gehören zu dieser Gruppe. (Anm.: Geoff und Eli sind die Hauptprotagonisten aus „Liebe gegen jede Regel“.)

Gehörst du auch zu den Autoren, die von der Muse ständig Arschtritte bekommen, vor allem, wenn sie etwas will, das dir aktuell so gar nicht in den Zeitplan passt?

Meine Muse ist ziemlich kooperativ und heißt Oscar. Er neigt dazu, die Ideen fließen zu lassen. Wenn ich mehr bekomme, als ich in diesem Moment benötige, schreibe ich sie nieder, damit ich mich später daran erinnere.

Wie lange schreibst du durchschnittlich an einer Geschichte und wie sieht dein Schreiballtag im Allgemeinen aus?

Normalerweise schreibe ich eine Geschichte innerhalb von drei bis vier Wochen. Ich schreibe morgens, mache mittags eine Pause um zu Essen und mich um E-Mails und andere Dinge zu kümmern. Dann schreibe ich nachmittags weiter. Die Abende versuche ich mit Dominic zu verbringen.

Hast du schon einmal abfällige / beleidigende Bemerkungen zu deinen Büchern erhalten? Wenn ja, wie hast du darauf reagiert?

Manchmal sagen Leute Dinge, die ich nicht mag. Ich habe gelernt, es an mir abprallen zu lassen. Man darf Kritik nicht zu nah an sich ranlassen, da man sonst als Autor nicht produktiv sein kann.

Letzte Woche veröffentliche DSP die deutsche Übersetzung von deinem Buch „7 Days“ (Sieben Tage). Wie bist du auf die Idee mit den 7 Tagen gekommen? Würdest du sagen, dass es bei dir auch 7 bestimmte Tage gab, die dein Leben veränderten?

Die Idee für die Geschichte „Sieben Tage“ kam mir, als ich an dem Buch „Accompanied by a Waltz“ arbeitete. Ich bin der Meinung, dass es in jedem Leben Tage gibt, die alles verändern. Ein solcher Tag war für mich, als ich Dominic kennenlernte.

Wird es noch weitere Bücher aus der Serie 7 Tage geben?

Es gibt noch eine weitere Geschichte. Sie heißt „Unconditional Love“. Ich hoffe, dass auch sie übersetzt wird.

Zu guter Letzt. Woran arbeitest du zur Zeit?

Ich habe gerade erst „Love Comes Unheard“ vollendet, die letzte Geschichte der Senses-Serie. Ich habe auch gerade „From Loathing to Love“ fertiggestellt, eine Geschichte, wo zwei Feinde zu Freunde und später zu mehr werden.

SevenDaysDEMED

2 Responses to “Andrew Grey’s German Interview”

  1. Madeleine says:

    Danke für dieses interessante Interview. Ich hoffe, dass es viele Lesern aus dem deutschsprachigen Raum dazu ermuntert, Andrews Geschichten zu lesen, sei es auf Deutsch oder in der Originalsprache – was auch eine angenehme Weise ist, seine Englischkenntnisse zu erweitern.

  2. KateL. says:

    Andrews Geschichten müssen einfach gelesen werden. Ich hoffe für alle deutsch Leser, dass in Zukunft viel mehr seiner Bücher übersetzt werden…und so lange dem nicht so ist – lest in EN! Es ist die Mühe (!) wert!

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